Gedichte für Mia
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Nie wieder wie vor dir
So nun bin ich zum dritten Mal schwanger
und jede Schwangerschaft war anders.
Mit dir, da war ich unbeschwert, dachte dass uns nichts Böses geschieht
Doch das Schlimmste passierte. Du gingst bevor du kamst.
Dann kam Jaël, eine Schwangerschaft voller Ängste und Komplikationen.
Sie landete in unseren Armen und erfreut jeden unserer Tage mit ihrer Anwesenheit.
Jetzt euer kleiner Bruder, dessen Schwangerschaft nicht mehr so viel mit Angst verbunden ist,
aber sie kommt dennoch immer wieder. Sie lässt mich nicht los.
Ist alles in Ordnung? Leben sie noch? ANGST!
Gefühle, die ich bei deiner Schwangerschaft nicht kannte. Da war nur platz für die Vorfreude auf dich.
Doch dann, wenn ich sehr angst habe, dann spüre ich dich. Wie du mir die Sicherheit gibst,
dass auch du deine schützende Hand über deine Geschwister hältst...
Es ist nichts mehr wie vor dir... aber will ich das überhaupt?
Durch deinen Tod sind wir durch ein ganz tiefes Tal gewandert.
Die Stärke, mit der wir aus unserem Loch zurückkamen, kann uns niemand mehr nehmen.
Eine Stärke, die du uns geschenkt hast
DANKE, dass es dich gegeben hat, in unserem Leben!
Tanja, Feburar 2006
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Üse Stärn
Am 18.08.03 isch üse Stärn am Himmelszält ufgange
mit ganz vielne Träne uf üsne Wange.
Jetzt isch es scho so lang här
aber es chunnt üs mängisch vor, als ob es geschter gsi wär.
Viel dänked mier an dich, a die Ziit wo üs gfählt het.
Ziit umdräie, das isch das, was ich mängisch wett.
Han dra dänkt, wie du am 24.Dezember ufgregt wärsch unterem Chrischtbaum.
Doch es bliibt alles nur en truurige Traum.
Mängisch isch mier, als ghöre ich dis lache oder brüele,
denn tue ich mich i dini Wält ine füehle.
Gäll, mängisch bisch du ganz nöch bi mier,
denn gspüre ich dini Hand i minere Hand und ich säge zu dier:
"Blieb bi mier chline Engel, flüüg ned wäg!"
Aber du schüttlisch de Chopf:"Du hesch mich gärn!" "gäll, Mami, säg..."
Wiehnacht 2005
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Abschied nehmen
Viele Menschen reagieren mit kopfschütteln
weil wir und noch immer nach dir sehnen, dich noch immer vermissen
Sie verstehen nicht, was es heisst:
ABSCHIED NEHMEN
Es ist nicht so leicht, wie wenn man ein ausgelesenes Buch zur Seite legt
Es ist nicht so, als ob dein Leben einfach so weitergeht.
Du hast nicht gelebt, kommt dann eine Aussage von Menschen, die selber nicht Eltern sind.
Wir haben nun ja ein Kind, wir sollten glücklich sein, anderen ist dies nicht vergönnt, wird uns gesagt.
Sie fragen uns, ob wir denn viele Erwartungen in dein Leben gehabt hätten.
Wir sind glücklich und deine Schwester ist ein Sonnenstrahl,
aber es gibt Momente, in denen...
...DU FEHLST.
Mama, eineinhalb Jahr nach deinem Tod
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Bewegungen
Lange nach der Geburt von dir spürte ich noch deine Bewegungen in mir.
Bist du doch noch da? Oder spielt mein Körper mir etwas vor.
Merke, dass es nicht du bist, sondern das alles in meinem Körper wieder seinen Platz findet.
Schmerz holt mich ein. Weine, trauere und vermisse die Zeit mit dir. Das WARUM drängt sich auf!
In ein paar Wochen, wird es neue Bewegungen in mir geben.
Die deines Bruders oder deiner Schwester.
Es ist mir jetzt schon klar, dass es nicht du bist,
denn deine Geschwister haben das Recht ein eigenständiger Mensch zu sein.
Aber ich glaube fest daran, dass doch ein Stückchen von dir in ihnen weiterlebt.
Wir werden ihnen von dir erzählen, sobald sie es verstehen.
Ich hoffe, du beschützt sie und hilfst uns, dass sie gesund und lebendig
hier auf der Erde ankommen.
Dich werden wir nie vergessen. Du bist unsere Erste.
Solange es uns gibt. Das verspreche ich dir.
Tanja, 7 Monate nach Mias Tod
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Wir sind nicht alleine!
Manchmal,, wenn ich denke es sieht mir niemand zu,
dann weine ich bittere Träne um dich.
Dann fühle ich mich alleine mit meinem Schmerz,
obwohl das nicht so ist.
Dein Vater ist mir eine grosse Hilfe.
Umarmt mich mit seinen starken Armen.
Meine Familie hilft mir wo sie kann.
Das grösste Geschenk: dich gibt es für sie!
Freunde drehen sich nicht weg wenn ich von dir erzähle.
Auch dort hast du einen Platz, an dem Du nicht vergessen wirst.
Betroffene Eltern unterstützen mich, hören mir zu, erzählen von sich!
Vor allem Tanja & Heiko sind mir eine grosse Hilfe.
Nicht zuletzt auch du.
Wenn ich weine, dann spüre ich manchmal wie du meine Tränen trocknest.
Wenn ich leide und mein Gesicht dies wiederspiegelt,
dann formst du aus meinen Lippen ein Lächeln.
Manchmal drehe ich mich um und schaue auf die vergangene Zeit zurück.
Ich staune, was wir schon alles bewältigt haben.
Aber nicht alleine!
Wir hatten viel Hilfe!
Danke an alle!
Tanja, 11.+12. Januar 04
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Dann erinnere ich mich
Ich
habe mein Leben ohne dich aufgenommen,
doch
ich fühle mich manchmal, als wäre nur meine Hülle hier.
Dann
erinnere ich mich, wie glücklich ich mit dir war.
Ich
tue das, was ich vor dir schon gemacht habe,
doch
irgendwie ist es nicht mehr dasselbe.
Dann
erinnere ich mich, an die kurze Zeit die wir gemeinsam hatten.
Ich
lache, ich weine, ich bin,
doch
bin ich nicht mehr die Gleiche wie vor dir.
Dann
erinnere ich mich an deine Bewegungen
Ein
Stück meines Herzens ist mit dir gegangen
doch
ich muss leben ohne dieses Stück.
Dann
erinnere ich mich an DICH!
Du
lagst in meinen Armen, wollt dich wecken
doch
du schliefest nicht.
Dann
spüre ich den Schmerz, ohne dich!
Ich
liebe dich!
Tanja, 04.01.04
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Liebe Mia
Still und leise bist du gekommen.
Doch du wurdest uns genommen.
Warst bei uns, zu schnell gingst du wieder.
Regen, wie Tränen, fällt vom Himmel nieder.
Kurz hast du unser Leben begleitet.
Hast unsere Herzen für Elternliebe geweitet.
Warum? Warum bist du nicht geblieben?
Bei uns, deinen Eltern, würdest du nun liegen!
Ich weiss, du wolltest nicht gehen.
Wolltest uns lieber in die Augen sehen.
Dort findest du endlose Liebe, aber auch Trauer.
Manchmal, stehen wir wie vor einer Mauer.
Wenn unser Leben einmal geht zu Ende,
dann begrüsst du uns im Himmel und nimmst unsere Hände!
08.12.03, Tanja
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Du bist gegangen
Du bist gegangen,
bevor du das Licht sehen konntest.
Wir hätten dich so gern kennengelernt.
Hätten dich durch dein Leben geführt.
Du bist gegangen,
ohne je die warmen Sonnestrahlen zu spüren.
Wir hätten dich so gerne in die Arme geschlossen
um dich vor der Welt zu schützen.
Du bist gegangen,
ohne die Schneeflocken vom Himmel fallen zu sehen.
Wir hätten so gerne deine Augen strahlen sehen,
wenn du uns erkennst.
Du bist gegangen,
ohne Zwischenhalt bei uns aber
auch Engel müssen geboren werden.
Deine Mutter Tanja
(herzlichen Dank an Ramona, die mich daran erinnerte, dass auch Engel geboren werden!)
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Wir werden nie vergessen!
Wir werden nie die wundervolle Zeit vergessen,
in der du bei uns warst.
Wir werden nie den Augenblick vergessen,
als man uns sagte, dass du schon gegangen bist.
Wir werden nie das Gefühl vergessen,
das dann über uns hereinbrach.
Wir werden nie die langen Stunden vergessen,
in denen wir auf dich warteten.
Wir werden nie die Wärme vergessen,
die uns bei deinem Anblick durchströmte.
Wir werden nie die Verzweiflung vergessen,
die uns überkam, als dein Tod Wirklichkeit wurde.
Wir werden nie die Trauer vergessen,
mit der wir dich, für immer, verabschiedeten.
Aber das Wichtigste!
Mia, wir werden DICH nie vergessen!
Tanja
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Fragen?
Wer hat entschieden, dass du nicht bei uns sein kannst?
Warum habe ich nicht gemerkt, dass es dir nicht mehr gut geht? Dass du sogar stirbst?
Wann wird der Schmerz, der mich manchmal überkommt, erträglich?
Wie konnte das alles nur geschehen?
Wieviele Nächte muss ich schlaflos verbringen und so wie jetzt meine Gedanke ordnen?
Mia! Wo bist Du?
Tanja, nachts, 0.55Uhr
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Ich
fühle, dass du da bist und mir zuhörst.
Wenn
es mir gut geht, dann denke ich plötzlich an dich.
Denke
daran, wo du jetzt wohl bist?
Wenn
ich mich alleine fühle, dann sehe ich in den Himmel!
Die
Sterne trösten mich. Bist du dort?
Wenn
ich dich nicht brauche, gehst du zu denen, die dich brauchen.
Da
bin ich mir ganz sicher.
Wenn
du hier wärst, dann würde ich dich jetzt in den Schlaf wiegen.
Tröstlich
ist, dass du nicht alleine bist.
Wenn
wir uns wiedersehen, bist du dann noch immer ein Kind?
Vergeht
bei euch auch Zeit?
Tanja, 16.10.03
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Nicht geplant
Dein
Leben war nicht geplant,
dein
Tod noch weniger!
Auf
diese Fülle von Gefühlen
war
ich nicht vorbereitet.
Von
himmelhochjauchzend bis zu todebetrübt,
von
Angst bis Zuversicht.
Doch
das Ende unserer gemeinsamen Geschichte
ist
nicht so, wie es sein müsste.
Ich
stehe da, mit leeren Armen,
ein
Herz voll Mutterliebe, doch du bist nicht da.
Während
der Geburt, warst du nur etwas, was ich noch zu
erledigen
hatte, bevor ich weiterleben darf.
Als
du dann da warst, wurde mir die Tragweite klar:
Ich
sehe dich nun zum ersten und letzten Mal.
Warum
schreist du nicht? Warum lebst du nicht?
Warum
passiert das uns? SCHULDGEFÜHLE!
Mir
wird gesagt, dass ich nicht schuld bin!
Dennoch
schleicht sich immer wieder ein Grund für mein Versagen ein.
Du,
mein Engel, hast eindeutige den einfacheren Part!
Du
gingst und ich traure um die Zeit die wir nicht haben.
Die
Zeit heilt auch alle Wunden!
Darauf muss ich wohl warten.
Tanja 29.09.03, 1.15 Uhr
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Nie
Ich habe dich geboren, eine glückliche Zeit sollte beginnen.
Doch nichts kam wie wir es uns wünschten.
Nie – haben wir dich schreien gehört
Nie – durften wir dich trösten
Nie – spürtest du unsere Hände auf deiner Haut
Nie - sahen wir dich lachen
Nie – hast du nach unseren Händen gegriffen
Nie – hast du uns gesehen
Nie – sahen wir deine Augen
Dennoch bist du da.
Lebst in unseren Herzen.
Bist unser Engel, unsere Tochter.
NIE – werden wir dich vergessen!
Tanja, irgendwann, nachts
Dein Papi Sascha und dein Mami Tanja
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Für immer!
Du kamst zu uns ganz unerwartet
ungeplant, doch bald geliebt!
Zu schnell gingst du wieder
ohne einen Laut auf dieser Welt!
Hinterlässt bei uns ein Gefühl von Leere
Hoffnung und unerfüllte Wünsche bleiben!
Trauer und Tränen begleiten dich in die Ewigkeit
dort wartest du auf uns, bis wir uns wiedersehen!
Unersetzbar bist du in unserem Leben
wirst immer die Erste sein, solange es uns gibt!
Wirst in und mit uns weiterleben
auch wenn du niemals grösser wirst.
Irgendwann in unserem Leben
wirst du ein Lächeln sehen, wenn wir an dich denken.
Wir haben dich lieb!
Dein Mami und Papi
von Tanja, kurz nach der Geburt ihres Sternchens Mia