Unser neues Wunder ist eingezogen!

Am 17. Januar 2004

 hatte ich den sehr schwach positiven Schwangerschaftstest in der Hand.

Wie bei Mia habe ich geweint. Aber diesmal vor Freude. Sascha auch. Er meinte aber:"Macht es das jetzt wirklich einfacher?" NEIN! Aber schöner. Habe dann am 26.01.04 dem Frauenarzt (freiwillig!!!!) angerufen und einen Termin auf den

2. Februar 2004 (7+1)

 bekommen. Wir waren äusserst nervös! Blutdruckmässig noch immer alles beim Alten: ZU HOCH! Beim Ultraschall war doch etwas Munziges zu sehen. Der Frauenarzt hat mich aber gerade eine Woche "zurückgestuft", da das Baby wirklich noch sehr klein war. Aber das Herzchen hat geschlagen. Das war eine grosse Wohltat für uns, denn die letzte SS hörte ja mit dem Satz auf:"Es tut mir leid, aber das Herz schlägt nicht mehr!" Hier Beweisfoto Nr. 1:

6.4mm

Da ist "es": Klein Blubb, oder einfach: Unser neues Wunder!!!

 

15.März 2004 (12+1)

Und heute möchte ich euch von unserem kleinen Wunder erzählen! Habe extra den zweiten Ultraschall abgewartet und auch die "schwierigen" Wochen. Jetzt möchte ich es am Liebsten jedem erzählen. Bin auch seit dem Frauenarztbesuch sehr happy. Ich hoffe es hält lange an, denn vor dem Besuch hatte ich mega Angst, dass irgendetwas nicht in Ordnung sein könnte. Aber unser Krümel ist fit und gut gewachsen und hat auch bei der Nackenfalte keine Auffälligkeiten. Mensch waren wir froh, das zu hören. Hier Foto Nr. 2:

64mm

"Es" war etwas müde denke ich mal. Denn es hat sich nicht viel bewegt. (Vor einem Jahr bei Mia waren die Bewegungen sehr deutlich zu sehen. War eine richtige Zappelphilippine damals.) Aber das Herz hat geschlagen und das Baby hat sich auch mal genüsslich gestreckt. Wir haben es von allen Seiten begutachtet und waren einfach nur erleichtert. Da ist tatsächlich jemand eingezogen bei mir.

 

31.März 2004 (14+3)

Laut Schwangerschaftswoche soll es noch nicht so sein, aber ich bin mir ganz sicher, dass ich unseren Krümel bereits gespürt habe. Ein Hauch zwar nur, aber es war wundervoll. Schade, dass ich es meinem frischgebackenen Mann nicht zeigen kann. Bis er unser neues Wunder spürt, vergeht noch lange Zeit. Wir versuchen sie zu geniessen, obwohl diese Schwangerschaft nicht mit Mias Zeit vergleichbar ist. Es wird wohl nie mehr so eine unbeschwerte SS geben.

 

19.April 2004 (17+1)

Heute war wieder eine Schwangerschaftskontrolle. Blut und Urin war in Ordnung. Der Blutdruck weniger. Aber nur beim FA, zu Hause ist er sehr gut. Die kleinen Bewegungen werden immer mehr und ich freue mich, wenn ich Krümel täglich und stärker spüre. Weil die letzte Woche vor der Kontrolle war sehr schwierig. Dauernd hatte ich Angst, das etwas nicht in Ordnung ist. Obwohl es sich die ganze Zeit bewegt hat. Naja muss mir wohl doch mehr vertrauen. Der FA hat aber heute nochmal gesagt, dass wenn ich mich unwohl fühle, ich kommen darf und wir schnell die Herztöne oder so abhören. Da bin ich sehr froh drum.

Wir haben Krümels Herztöne gehört. Es war zwar etwas schwierig diese zu finden, da halt das Baby noch nicht so gross ist, aber einmal kurz hatten wir sie. Sonst waren die Geräusche der Nabelschnur, die durchblutet wird, zu hören. Eine grosse Erleichterung, das da was zu hören war!

 

24. Mai 2004 (21+1)

Ui, habe mich schon lange nicht mehr gemeldet. Heute waren wir beim FA und es war alles in Ordnung. Es gab ein Ultraschall und wir wollten gerne das Geschlecht wissen. Die Antwort des FA darauf (nachdem er am entsprechenden Ort geschallt hatte): "Es wird ein Junge oder ein Mädchen!" Krümel liegt nämlich in der Beckenendlage und es war somit unmöglich die Geschlechtsteile zu zoomen. Naja egal, es war alles dran und das Herz hat geschlagen. Auch sonst alle Organe am richtigen Ort und das ist ja das Wichtigste! Nächster Untersuch ist in 5 Wochen und dann machen wir zusätzlich zum Ultraschall noch einen Doppler dazu. Einfach zur Absicherung, das alles dem richtigen Weg entlang läuft. Krümel ist nun ca.25cm gross und gestern hat Sascha es zum ersten Mal gespürt. Er musste sich zwar konzentrieren und ich habe kaum gewagt zu atmen, aber er hat unser neues Wunder gespürt.

 

Sonst geht es mir wunderbar. Immer wenn ich nervös werde, bewegt sich Krümel und das nicht schlecht. Es hat mega Freude auf meiner Blase rumzuhoppsen, jedenfalls fühlt es sich manchmal so an. Wir schauen schon etwas zuversichtlicher der Zukunft entgegen!

 

ok, wirklich viel sieht man nicht, aber ich versichere euch, es ist unser Baby!:-)

 

28. Juni 2004 (27+1)

So, wieder einen Besuch beim FA hinter uns. Obwohl ich inzwischen gerne gehe. Wenn nur nicht immer Blutuntersuchungen gäbe:-/. Heute haben wir ganz lange Babyfernseh geguckt. Es gab eben diese Dopplerultraschalluntersuchung und der FA meinte, dass alles in Ordnung ist. Auch das Geschlecht konnte er nun feststellen. Wir bekommen nochmal ein Mädchen. Unsere Tochter liegt nun schon in der Geburtsposition, aber diese wird sie sicher noch ein paar Mal ändern. Sie war auch ganz aktiv beim Ultraschall (zum ersten Mal). Wir freuen uns nun schon richtig auf unser Mädel! Sie ist nun wieder etwas zu gross und vielleicht müssen wir den Termin wieder eine Woche "vorverlegen" Der FA meinte, dass wenn es so weiter läuft unsere Tochter bis Ende SS so 3800g-4000g schwer ist! Na dann Prost!!:-) Im Moment wiegt sie 1185g.

 

29. Juli 2004 (32+4)

Jetzt erzähle ich euch endlich die lange Geschichte von den Komplikationen. Schon am 28. Juni wurde herausgefunden, dass evtl. mein Blutzucker etwas höher ist als normal. Also musste ich nochmal messen und dann einen Zuckerbelastungstest machen gehen. Der war nicht in Ordnung und so schickte mich mein FA ins Spital zur Diabetesberatung. Dort habe zunächst gelernt, wie ich meinen Blutzucker selber messe und wo die Normwerte sind. Auch zu einer Ernährungsberaterin wurde ich geschickt, die meinen Essplan drastisch einschränkte und mir eine genaue Liste mitgab, was ich von nun an Essen darf und was nicht. Die Werte waren in Ordnung bis auf den nach dem Frühstück, der war einfach dauernd zu hoch. Also wurde nach zwei Wochen gesagt, Diät alleine reicht nicht, sondern ich muss von jetzt Insulin spritzen. ICH MUSS MIR SELBER SPRITZEN!?! Alle die mich kennen, wissen was ich für ein Angsthase in Sachen pieksen und Spritzen bin und dann sowas. Aber ich habe mich nicht unterkriegen lassen und steche mir 3x täglich ins Bein, als würde ich das nun schon seit Jahren machen. (Bin aber mega froh, wenn ich nach der SS den Zucker und somit auch das Insulin los bin).

 Gleichzeitig ging mein FA  dann in die Ferien und schickte mich während seiner Abwesenheit ins Spital um dort noch einen Doppler zu machen und eine normale Kontrolle. Das war am Dienstag, den 20. Juli. Dort wurde wieder Eiweiss in meinem Urin festgestellt. Also musste ich zwei Tage später nochmal zum Urinabgeben hin. Wieder ein Spürlein Eiweiss. Der FA wollte auf Nummer sicher gehen und eine allfällige Gestose (Schwangerschaftsvergiftung) völlig ausschliessen und nahm mir Blut ab. Dort wurde ein erhöhter Leberwert gefunden, was noch ein Indiz auf eben diese Gestose sein könnte. Ich müsse dann nochmal kommen um zu schauen, ob dieser Wert sich noch erhöht, oder ob er gleichbleibt. (Zu diesem Zeitpunkt erfuhr ich auch, dass die Diät nicht reicht und ich Insulin nehmen muss UND meiner Oma ging es sehr schlecht. Sie war gestürzt und hatte eine Hirnblutung. Vieles deutete darauf hin als würde sie unsere Erde nun verlassen und sich zu den Engeln begeben.) Es war also alles etwas viel und mein, durch die Schwangerschaft geschwächtes Gemüt, wurde auf eine harte Probe gestellt. Am Freitag war ich also wieder im Spital um mir das mit dem Insulin erklären zu lassen. Dort wurde auch entschieden, dass ich wegen eben der Schwangerschaftvergiftung ein 24h-Blutdruck machen müsse. Also latschte ich einen Tag lang mit einer Manschette am Arm herum, die alle 30min. mein Blutdruck mass (in der Nacht war es nur jede Stunde!). Am Montag dann wieder zum Blut geben. Mein Leberwert war nicht gestiegen, sondern ganz leicht gesunken. Wir, mein Mann und ich, sprachen dann mit einer Ärztin die ihre Doktorarbeit über eben diese Schwangerschaftsvergifung machte. Sie erklärte uns, dass unsere Tochter durch die Gestose nicht gefährdet würde, es wäre nur eine Gefahr für mich als Mutter. Der 24h-Blutdruck war auch in Ordnung (naja nicht ganz, da waren ein paar erhöhte Messungen drin). Jedenfalls wurde mir gesagt, dass ich an einer solchen Gestose "rummache" und sie wollen, dass ich mir 4mal täglich den Blutdruck zu Hause kontrolliere, und wenn einer der Werte über 140/90 steigt, müsste ich sofort dem Spital anrufen. Bis jetzt sind aber meine Werte voll ok. Am Dienstag, 03.August 2004, darf ich wieder zu meinem FA und dann sprechen wir sicher über das Vorgehen jetzt. Bis dann also...Sunshine

WAS ist eine Gestose? <-anklicken

Aber was ich hier vor allem noch loswerden muss. Mein Mann ist DER BESTE! Er ist zu allen Untersuchungen mitgekommen, hat meine Launen und meine Ängste ertragen und hat mich einfach unterstützt. Er hätte mir (wahrscheinlich sogar mit ein wenig WonneGoofy) die Insulinspritzen gesetzt. Er nahm sich total viel frei um für mich da zu sein. DANKE!

 

16. August 2004 (34+1)

Wieder ist eine lange und ereignisreiche Zeit hinter uns. Bei meinem FA am 03. August war alles in Ordnung. Die Zuckerwerte sind toll und unsere Tochter ist nicht mehr so wahnsinnig übergross. Er hat dann noch kurz einen vaginalen Untersuch gemacht und dabei festgestellt, dass der Muttermund bereits weich sei und das Köpfchen zu spüren sei. Er meinte, ich solle mich schonen und das unsere Tochter aber schon noch mindestens drei Wochen drin bleiben solle. Zudem schickte er mich zurück ins Spital für die nächsten Wochen, da er die Kapazität nicht habe, mich sooft zu untersuchen, wie er es gerne hätte. Er wolle halt, dass ich ihm unser Kind lebendig zeigen komme.

Am 6. August ging ich freiwillig ins Spital, da ich das Gefühl hatte Wehen zu haben. Dieses Gefühl bestätigte sich nicht. Das CTG war unauffällig. Aber es wurde ein Vaginalultraschall gemacht und dort festgestellt, dass sich mein Muttermund bereits verkürzt hatte. Von normalen 4cm auf drei! Der FA meinte, ich müsse am Sonntag noch zu einem kurzen Untersuch. Dort war alles gleichgeblieben und ich konnte wieder nach Hause gehen. Am Freitag, den 13ten hatte ich dann den nächsten Termin im Spital und für mich war es dann ein wirklicher Pechstag. Beim Vaginalultraschall kam heraus, dass der Muttermund noch kürzer wurde und jetzt unter der Richtlinie liegt (25mm). Nur noch 22mm trennen uns vor einem offenen Mumu. Der FA behielt mich gleich im Spital um mir eine Lungenreifungsspritze zu geben. Weil diese Wehen macht, wurde mir ein Tropf angehängt. Ich musste also bleiben. Für mich das Schlimmste, denn ich mag keine Krankenhäuser. Drei Tage blieb ich dort, bis ich alle davon überzeugt hatte, dass ich zu Hause viel besser ausruhen könne. Ich wollte vor allem nach Hause, weil ja übermorgen der erste Todestag von unserer Mia ist und den will ich auf KEINEN Fall im Krankenhaus verbringen. Das wäre zu hart. Sie setzten das Wehenmittel ab und warteten noch 24h ob ich Wehen bekomme. Als dem nicht so war, bekam ich heute Nachmittag das OK nach Hause zu dürfen. ICH BIN MEGA FROH. Unserer Tochter geht es im übrigen sehr gut. Die CTGs waren stets in Ordnung. Mal schauen, ob ich morgen auch noch zu Hause sein darf...

 

30. August 2004 (36+1)

So endlich komme ich mal dazu, die News zu schreiben. Ich musste inzwischen nicht noch mal stationär ins Spital. Der Muttermund hat sich wieder erholt und ging sogar wieder ein paar Millimeter zu. Habe mich viel geschont und bin viel gelegen. Darum wurden mir, zur Vorbeugung von Thrombose, Strümpfe verschrieben, die mega schwer anzuziehen sind, aber was mache ich nicht alles für unsere Tochter. Wir waren inzwischen sehr oft im Krankenhaus zur Kontrolle. Teilweise jeden zweiten Tag. Immer wurden Ctg und Doppler gemacht. Diese schienen in Ordnung, denn sie schickten mich immer wieder nach Hause. Der Muttermund wird ab jetzt nicht mehr kontrolliert, da die Ärzte die Geburt nicht mehr stoppen würden, da unsere Tochter nun keine Frühgeburt mehr ist. Aber wir glauben sie mag keine Ärzte (von wem sie das wohl hat?!?Goofy). Denn oft hat sie die zu ultraschallende Nabelschnur vor den Augen der Ärzte weggekickt oder sich so gedreht, dass sie die Nabelschnur mit ihrem Körper verdeckte. Das sah für uns Eltern sehr witzig aus, wie sie da mit dem Fuss rumgekickt hat. Die Ärzte fanden es, verständlicherweise, nicht so komisch, da sie dann mit der Suche wieder von vorne beginnen mussten. Sonst ist immer noch alles beim Alten. Ich warte schon ziemlich ungeduldig auf die Ankunft hier in unseren Armen. Habe ehrlich gesagt, das Schwangersein etwas satt. Am Mittwoch ist der nächste Kontrolltermin.

 

3. September 2004 (36+5)

So, Endspurt ist angesagt. Bald wird eingeleitet. Bin schon mega nervös und hätte am Liebsten die nächste Woche übersprungen und von mir aus könnte auch jetzt eine Woche später sein. Am Mittwoch bei der Kontrolle war alles in Ordnung. Das Ctg konnte zwar nur schwer geschrieben werden, da sie doch weit nach unten gerutscht ist und das Gerät alles gefunden hat, nur nicht die Herztöne unserer Tochter. Es schwankte mega hin und her und am Schluss hatten wir vielleicht 20min brauchbares Material. Aber es wurde ja noch ein Doppler gemacht und diesmal fand der Doktor auch eine Stelle, die er dopplern konnte. Er meinte dann noch, dass die Werte immer besser werden, je länger die Schwangerschaft dauert. Auch Grösse und Fruchtwassermenge wurden noch gemessen und er war anscheinend zufrieden. Er meinte dann noch, dass ich erst zum Einleitungstermin wieder kommen müsse und somit hatte ich wohl (hoffentlich) die letzte Kontrolle in der Schwangerschaft. Denn ich möchte wirklich sehr bald gebären und unser neues Wunder in den Armen halten. Am Mittwoch waren wir noch beim Diabetologen und der war sehr zufrieden mit den Werten. Muss nach der Schwangerschaft dann noch zur Kontrolle hin und nochmal einen Belastungstest machen lassen. So die nächste Nachricht hier wird dann hoffentlich sein, dass unsere Tochter geboren wurde. Bis bald also...

 

6. September 2004 (37+1)

Es ist vollbracht. Wie die Geburt gegangen ist, könnt ihr hier nachlesen. GEBURTSBERICHT

 

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